So, wenn ich schaue in dein Antlitz mild,
wo tausend frische Lebenskeime walten,
da ist es mir, als ob Natur mein Bild
mir aus dem Zauberspiegel vorgehalten.

Annette von Droste-Hülshoff

Denn früh belehrt ihn die Erfahrung,
sobald er schrie, bekam er Nahrung.

Wilhelm Busch

Bedenk’ es wohl, eh du sie taufst!
Bedeutsam sind die Namen;
und fasse mir dein liebes Bild
nun in den rechten Rahmen.
Denn ob der Nam’ den Menschen macht,
ob sich der Mensch den Namen,
das ist, weshalb mir oft, mein Freund,
bescheidne Zweifel kamen;
Eins aber weiß ich ganz gewiß:
Bedeutsam sind die Namen!

Theodor Storm

Geht leise –
es ist müd’ von der Reise,
es kommt von weit her.
Vom Himmel übers Meer,
vom Meer den dunklen Weg ins Land
bis es diese Wiege fand.
Geht leise!

Paula Dehmel

Als das Kind geboren war,
Sie mußten der Mutter es zeigen;
Da ward ihr Auge von Tränen so klar,
Es strahlte so wonnig und eigen.

Gern litt ich und werde, mein süßes Licht,
Viel Schmerzen um die noch erleben.
Ach, lebt von Schmerzen die Liebe nicht,
und nicht von Liebe das Leben?

Adelbert von Chamisso

Wie mein Kind sich freuen kann!
Sieht es nur ein Licht,
sieht es nur ein Blümchen an,
lächelt sein Gesicht.

Welche Freude wird es sein,
wenn´s im Frühlingsfeld
laufen kann im Sonnenschein
durch die Blumenwelt!

Hoffmann von Fallersleben

Mir ist, als müsst ich singen
so recht aus tiefster Lust,
von wunderbaren Dingen,
was niemand sonst bewusst.

O könnt ich alles sagen!
O wär ich recht geschickt!
So muss ich still ertragen,
was mich so hoch beglückt.

Joseph Freiherr von Eichendorff

Eh’ man auf diese Welt gekommen
und noch so still vorlieb genommen,
da hat man noch bei nichts was bei;
man schwebt herum, ist schuldenfrei,
hat keine Uhr und keine Eile
und äußert selten Langeweile.
Allein, man nimmt sich nicht in Acht,
und schlupp! ist man zur Welt gebracht.

Heinrich Christian Wilhelm Busch

Wenn ich, o Kindlein, vor dir stehe,
wenn ich im Traum dich lächeln sehe,
wenn du erglühst so wunderbar,
da ahne ich mit süßem Grauen:

Dürft’ ich in deine Träume schauen,
so wär’ mir alles, alles klar!
Dir ist die Erde noch verschlossen,
du hast noch keine Lust genossen,

noch ist kein Glück, was du empfingst;
wie könntest du so süß denn träumen,
wenn du nicht noch in jenen Räumen,
woher du kamest, dich ergingst?

Christian Friedrich Hebbel

Glückliches Kind,
Du ahnst noch nicht,
wie wunderbar verwickelt
und wechselvoll das Leben ist.

Fridtjof Wedel-Jarlsberg Nansen

Wer sagt, es gibt sieben Wunder auf dieser Welt,
hat noch nie die Geburt eines Kindes erlebt.
Wer sagt, Reichtum ist alles,
hat nie ein Kind lächeln gesehen.
Wer sagt, diese Welt sei nicht mehr zu retten,
hat vergessen, dass Kinder Hoffnung bedeuten.

Honoré de Balzac

Was eine Kinderseele
aus jedem Blick verspricht!
So reich ist doch an Hoffnung
ein ganzer Frühling nicht.

Hoffmann von Fallersleben

Vom Vater hab ich die Statur,
des Lebens ernstes Führen,
vom Mütterchen die Frohnatur
und Lust zu fabulieren.
Urahnherr war der Schönsten hold,
das spukt so hin und wieder;
Uhrahnfrau liebte Schmuck und Gold,
das zuckt wohl durch die Glieder.
Sind nun die Elemente nicht
aus dem Komplex zu trennen,
was ist denn an dem ganzen Wicht
Original zu nennen?

Johann Wolfgang von Goethe

Denn wir können die Kinder nach unserem Sinne
nicht formen; so wie Gott sie uns gab, so muss man sie
haben und lieben, sie erziehen aufs Beste
und jeglichen lassen gewähren.
Denn der eine hat die, die anderen andere Gaben;
jeder braucht sie und jeder ist doch nur
auf eigene Weis gut und glücklich.

Johann Wolfgang von Goethe

Wir wünschen euch und eurem Kinde
an Glück, so viel das Herz nur fasst.
Und ein Willkommensgebinde
sei Gruß dem neuen Erdengast.

Er soll ein braver Junge werde
und euch zur Freude gut gedeihn.
Ihm leuchte im Gestrüpp auf Erden
des Lebens schönster Sonnenschein.

Euch Eltern aber sei beschieden,
was ihr nur wünscht für euch und ihn.
Ihm kleinen Heim soll Lust und Frieden
bestehen als des Daseins Sinn.

Christian Friedrich Hebbel

Liebe, menschlich zu beglücken,
nähert sich ein edles Zwei,
doch zu göttlichem Entzücken
bildet sich ein köstlich Drei.

Johann Wolfgang von Goethe

Kinder sind Rätsel von Gott
und schwerer als alle zu lösen,
aber der Liebe gelingts,
wenn sie sich selber bezwingt.

Christian Friedrich Hebbel

Wenn Eltern Kinder wohlerziehen
und ihnen gute Namen lassen,
so ist es gut, so ist es mehr,
als Geld und Gold in Kasten fassen.

Friedrich von Logau

Ein Kind ist ein Buch, aus dem wir lesen
und in das wir schreiben sollen.

Peter Rosegger

Gedichte zur Geburt: Die poetische Art, einen Erdenbürger Willkommen zu heißen

Wie könnte man der Freude über ein neues Leben auf schönere Art Ausdruck verleihen als mit einem ergreifenden Gedicht? Gedichte zur Geburt sind ein wundervoller Weg, einen neuen Erdenbürger Willkommen zu heißen und das Gedicht zur Geburt auch dazu zu nutzen, den liebenden Eltern zu gratulieren und ihnen für die Zukunft als Familie alles Gute zu wünschen. Geburt Gedichte sollten immer einem sehr lieben, einfühlsamen Tonfall folgen, lustige Gedichte zur Geburt sind nur bedingt angebracht. Schöne Gedichte zur Geburt dürfen zwar einen Scherz umfassen, dabei sollte man aber darauf achten, dass sie niemals die Gefühle der Eltern verletzen.

Gedichte zur Geburt kostenlos zur Verfügung gestellt

Die Gedichte zur Geburt eines Jungen oder Mädchens sowie die Glückwünsche zur Geburt in Form eines Gedicht, die auf SpruechezurGeburt.org zur Verfügung gestellt werden, sind absolut kostenlos. Sie können dazu genutzt werden, den liebenden Eltern mit einer schönen Karte Glückwünsche zur Geburt zu überbringen.

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