Eine alte Tradition: Den Storch zur Geburt aufstellen

Storch Geburt

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Ein Storch und die Geburt gehen Hand in Hand, zumindest, wenn man alten Überlieferungen glauben darf. Natürlich glauben heute selbst die meisten Kinder nicht mehr an den Klapperstorch, auch wenn den Kleinsten häufig noch gerne erzählt wird, er sei dafür verantwortlich, die Kinder zu bringen. Nichtsdestotrotz gehen Storch und Geburt weiterhin Hand in Hand – zumindest symbolisch. In vielen Gegenden Deutschlands ist es bis heute Brauch, den Storch zur Geburt eines Kindes vor der Haustüre der Eltern aufzustellen. Der Klapperstorch, der zur Geburt aufgestellt wird, sollen allen Passanten und Nachbarn anzeigen, dass in ebendiesem Haus ein freudiges Ereignis eingetreten ist. Der Klapperstorch (Geburt) wird dabei entweder im Eingangsbereich oder im Vorgarten aufgestellt, alternativ dazu kann er auch als Fensterbild aufgehängt werden, etwa dann, wenn man zur Miete in einem der oberen Stockwerke wohnt.

Woher kommt der Brauch?

Einen Storch für die Geburt, bzw. als Symbol für die Ankunft eines Kindes aufzustellen, ist ein beliebter Brauch. Wo genau er seinen Ursprung hat, ist jedoch nicht genau bekannt. Die Legende besagt lediglich, dass der Klapperstorch die Mutter ins Bein pikt, das Baby bringt er in einer Windel und lässt es durch den Schornstein in sein neues Zuhause fallen. Ihren lokalen Ursprung hat diese Sage aus europäischen Ländern, in denen Störche auf Hausdächern nisten. Um dem Brauch gerecht zu werden, wird eine Storchenfigur mit einer Windel im Schnabel vor dem Haus der Eltern aufgestellt, in der Windel liegt eine Baby-Puppe. Eine blaue Schleife zeigt die Geburt eines Jungen -, eine rosafarbene die eines Mädchens an.